66 – Die, in der ich nicht alles schaffe (“Ausgesprochen selbstständig”)

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Im November 2024, also jetzt schon vor anderthalb Jahren, habe ich mal ein Instagram Live im Rahmen der Ma(h)lzeit gemacht. Das ist dieser Livestream, den ich jeden Mittwoch um 12 Uhr live auf Instagram mache. Damals ging es darum, dass ich auch nicht immer alles schaffe. Beziehungsweise darum, dass ich überraschend vieles nicht schaffe, gar nicht schaffe, schlecht schaffe oder zu spät schaffe. Als ich dieses Instagram Live dazu gemacht und ein bisschen aufgelistet habe, was ich alles nicht schaffe, habe ich so viele Rückmeldungen, Kommentare und Nachrichten bekommen von Menschen, die es gar nicht glauben konnten.

Das ist bis heute so. Einer der Gründe, warum es diesen Podcast gibt, ist genau dieser Blick hinter die Kulissen. So oft können sich Menschen nicht vorstellen, dass bei mir nicht alles perfekt ist. Dabei ist eher das Gegenteil von perfekt der Fall. Genau deswegen gibt es diesen Podcast, damit wir das transparent machen und darüber reden, dass nie alles perfekt ist. Auch ich schaffe ganz viele Dinge nicht.

Ich finde, es ist ganz normal, dass ich auch ganz viel nicht schaffe. Deswegen reden wir heute mal über die Dinge, die ich im Moment in meiner Selbstständigkeit nicht schaffe. Dabei beziehe ich mich jetzt erst einmal nur auf die Sachen in der Selbstständigkeit. Dazu kommen natürlich auch noch viele Dinge, die ich im Privaten nicht schaffe oder nicht so auf die Reihe bekomme, wie ich das gerne würde. Aber da dieser Podcast „Ausgesprochen selbstständig“ ist, sprechen wir heute über die Dinge, die ich gerade in der Selbstständigkeit nicht schaffe.

Das Erste sind Ideen, mit denen ich in 2026 gestartet bin, oder Pläne fürs Marketing, die ich noch nicht umgesetzt habe, weil ich es nicht schaffe. Eine dieser Ideen war, dass dieser Podcast ein Videopodcast werden sollte. Das heißt, dass es alle Folgen nicht nur zum Hören gibt, sondern für die, die wollen, auch als Video auf YouTube zum Beispiel. Auch auf Spotify gibt es ja Videopodcasts. Das habe ich noch nicht geschafft, weil da so viel dranhängt. Es bedeutet nicht einfach, dass ich ab heute mein Handy hinstelle und mitfilme, wenn ich eine Podcastfolge aufnehme.

Ich müsste ein neues Intro und ein neues Outro mit Video aufnehmen. Ich müsste jede Folge mit Video aufnehmen. Die Folgen müssten anders geschnitten werden und es müsste Titelbilder für YouTube geben. Es hängen einfach viele Entscheidungen daran. Nimmt man Ton und Bild getrennt auf? Bastelt man es später zusammen? Es sind wirklich tausend Dinge.

Ich habe das unterschätzt. Deswegen habe ich es noch nicht geschafft, aus diesem Podcast einen Videopodcast zu machen, obwohl ich das eigentlich zum Beginn von 2026 geplant hatte. Ich habe das auch schon mit meiner Mitarbeiterin besprochen, die den Podcast immer schneidet und hochlädt. Umgesetzt habe ich es trotzdem noch nicht, obwohl ich es ganz fest vorhatte. Andere Dinge waren wichtiger oder dringender. Mittlerweile fühlt es sich an wie ein riesiger Berg, wie eine riesige Blockade, und kaum noch machbar.

Aber ich werde das hinbekommen. Irgendwann wird dieser Podcast ein Videopodcast werden, weil ich das gerne so haben möchte. Nur eben nicht heute oder morgen und nicht diese oder nächste Folge. Es wird werden, da bin ich sicher. Gleichzeitig gehört es zu den Dingen, die ich im Moment nicht schaffe. Wo wir gerade bei Video sind, kommen wir direkt zur zweiten Sache, die ich nicht schaffe.

Ich möchte ausprobieren, die Ma(h)lzeit, also diesen wöchentlichen Livestream auf Instagram, parallel auch auf TikTok und YouTube zu streamen. Ich möchte probieren, dass ich mittwochs mit der Ma(h)lzeit nicht nur auf Instagram live gehe, sondern gleichzeitig auch auf TikTok und YouTube. Die Aufzeichnung der Ma(h)lzeit soll dann auch auf diesen Plattformen verfügbar sein. Zum einen, weil ich dort natürlich Menschen erreichen kann, die nicht auf Instagram sind. Das ist immer gut. Zum anderen, weil ich weiß, dass viele die Aufzeichnung der Ma(h)lzeit im Nachgang anschauen.

Auf YouTube wäre das viel komfortabler und besser als auf Instagram. Geschafft habe ich es aber noch nicht, weil ich verstehen muss, wie man auf TikTok und YouTube live geht. Ich muss alles einrichten. Die Ma(h)lzeit bereite ich meistens auf die letzte Minute vor. Ich sprinte dann einfach zu meinem Malplatz und gehe live. Bis jetzt hatte ich noch nicht den Nerv, die Zeit oder die Ruhe, auch ein Setup für TikTok und YouTube zu machen.

Außerdem müsste ich mit drei Geräten gleichzeitig live gehen. Es gibt also tausend Gründe, warum es noch nicht geklappt hat, obwohl ich es schon zu Beginn des Jahres felsenfest vorhatte. Es gibt sogar schon ein Ma(h)lzeit Thumbnail, also ein Titelbild für YouTube. Aber es gibt noch keine Ma(h)lzeit auf YouTube. Drückt mir die Daumen, dass es irgendwann kommt. Bis jetzt gehört es zu den Dingen, die ich dieses Jahr nicht geschafft habe.

Dann gibt es natürlich Dinge, die ich immer wieder nicht schaffe. Dazu gehört, die Masterclass im Artist Business Club sichtbar zu erstellen. Das bedeutet, dass ich nicht immer nur ankündige, dass morgen die Masterclass im Artist Business Club stattfindet und welches Thema sie hat. Stattdessen möchte ich die Woche vor der Masterclass nutzen, die immer am zweiten Donnerstag im Monat stattfindet, um den Erstellungsprozess dieser Masterclass zu begleiten. Menschen sollen sehen, was das Thema ist und welche Fragen ich beantworte. Der Artist Business Club soll einfach mal eine Woche im Monat wirklich sichtbar sein.

Das war immer mein Plan. Ich wollte diesen Entstehungszeitraum der Masterclass nutzen, in dem ich brainstorme, Ideen und Fragen sammle, den Inhalt ausarbeite und die Präsentation erstelle. In dieser Zeit wollte ich über die Masterclass und damit über den Artist Business Club sprechen. Ich wollte mehr Sichtbarkeit herstellen und neue Mitglieder gewinnen, die sich vielleicht speziell für das Thema der Masterclass in diesem Monat interessieren. Ich schaffe es nicht. Ich baue die Masterclass auf den letzten Drücker und habe dann überhaupt keinen Nerv, das auch noch in meinen Storys zu begleiten.

Eigentlich wäre es schön, wenn die erste Woche im Monat wirklich für diesen Prozess der Masterclass reserviert wäre. Dann könnte ich diesen Entstehungsprozess auch für Marketingzwecke und für Sichtbarkeit für den Artist Business Club nutzen. Ich schaffe es aber nicht. Ich schaffe es jeden Monat nicht. Das ist wirklich etwas, was mir bis jetzt so gut wie noch nie gelungen ist. Ich kann immer nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht, bis wieder eine Masterclass ansteht.

Ich bewundere all die Künstlerinnen, die Memberships haben, bei denen jede Woche ein Live Termin ist. Die bereiten diese Termine vor, kündigen sie an und machen dafür Werbung und Marketing. Ich schaffe es nicht einmal für die eine Masterclass im Monat. Noch etwas, was ich jeden Monat nicht schaffe, ist den Content rechtzeitig fertig zu haben. Ich habe in der letzten Woche des Monats immer meine Content Woche. In der Theorie erstelle ich dort den gesamten Content für den nächsten Monat.

Das sind insgesamt zwölf Blogbeiträge, viele Newsletter, viele Karussell Posts, die Content Pläne für den Artist Business Club und so weiter. Auch die Podcastfolgen gehören dazu. Ich glaube, ich habe es noch nie geschafft, alles bis zum letzten Tag des Monats fertig zu haben. In der Theorie sollen meine Mitarbeiterinnen ab dem ersten mit diesen Inhalten arbeiten können. Sie sollen sie vorplanen, veröffentlichen, für mich posten und so weiter. Ich schaffe das nicht.

Ich will es aber schaffen. Natürlich würde es bedeuten, dass ich den Rest des Monats meine Ruhe vor Content habe und mich auf andere Sachen konzentrieren kann. Zum Beispiel darauf, die Vorbereitung der Masterclass im Artist Business Club sichtbar zu begleiten. So die schöne Theorie. Geklappt hat es bisher noch nie. Es gehört einfach zu den Sachen, die ich nicht schaffe.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass es zu viel ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich zu undiszipliniert bin. Es wird besser, auch mit Schritten zurück, aber im Großen und Ganzen wird es besser. Ich bin noch nicht da, wo ich sein will. Ich möchte in dieser Content Woche noch disziplinierter sein und noch mehr produzieren und fertig bekommen. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

Im Moment gehört es zu den Dingen, die ich nicht so schaffe, wie ich es mir vorgenommen habe. Wo wir beim Thema Content sind: Was ich auch nicht schaffe, sind mehrere Ideen für wirklich coole Reel Serien umzusetzen. Ich habe mehrere Ideen dafür und ich schaffe es nicht, in die Umsetzung zu gehen. Das nervt mich sehr, weil es coole Ideen sind. Wenigstens eine dieser Ideen würde ich eigentlich gerne umsetzen. Aber ich schaffe es nicht.

Ich schaffe es nicht, eine Reel Serie zu erstellen, bei der ich konsequent dranbleibe. Eine Serie, die ich einmal ausarbeite, für die ich Reels erstelle und die in einem regelmäßigen Abstand gepostet wird. Es ist im Moment nicht drin. Vielleicht im Juni, wir werden sehen. Die Idee ist da. In meinem Kopf ist so viel ausgearbeitet.

Ich beschäftige mich gedanklich sehr viel mit diesen Reel Serien. Aber keine hat bis jetzt das Licht der Welt erblickt, weil ich es einfach nicht schaffe. Es gehört zu den Dingen, die ich im Moment nicht schaffe. Vielleicht ist es auch hier ein Disziplinproblem. Mir fehlt nicht so sehr die Zeit, aber vielleicht Fokus. Und auch einfach die Energie und der Nerv, das zusätzlich zu all den Dingen zu machen, die ich bereits mache.

Auch so eine Sache, die immer wieder hinten runterfällt, obwohl sie wichtig ist, ist die Aktualisierung meiner Story Highlights. Meine Story Highlights sind teilweise viel zu alt. Sie sind nicht up to date und brauchen einen Frühjahrsputz. Sie brauchen ein Aufräumen. Dieses To do fällt immer wieder hinten runter. Ich kann nicht sagen, wie oft das in den letzten 18 Monaten schon auf meiner To do Liste stand.

Es gehört zu den Sachen, die ich nicht schaffe, weil der Fokus nicht da ist, die Ruhe nicht da ist oder andere Dinge einfach immer wichtiger sind. Obwohl ich weiß, wie wichtig Story Highlights sind, auch für Umsatz. Es sind ja welche da und die Links funktionieren auch alle. Das ist die Hauptsache. Aber sie sind einfach nicht aktuell. Ich habe da noch lange Haare in den Story Highlights.

Es wäre also Zeit, sie zu aktualisieren. Aber ich schaffe es nicht. Seit 18 Monaten fällt es immer hinten runter. Genauso wie die Überarbeitung meiner digitalen Angebote, zum Beispiel meiner Workbooks. Ich möchte gerne meine Workbooks aktualisieren. Das ist gar nicht so viel, es sind Kleinigkeiten.

Seit ich die Workbooks erstellt habe, habe ich natürlich dazugelernt und auch ein paar neue Ideen bekommen. Diese Ideen würde ich gerne einfließen lassen und dann allen, die die Workbooks gekauft haben, zur Verfügung stellen. Einfach die aktualisierte Version mit einer E-Mail: Hier kannst du jetzt die aktuelle Version herunterladen, weil du dir das Workbook damals gekauft hast. Auch das steht bestimmt seit zwölf Monaten im Raum. Die Ideen und Inhalte sind in meinem Kopf quasi fertig. Ich müsste mich wahrscheinlich nur zwei Tage konsequent hinsetzen, einsperren und nur das machen.

Aber bei all den Dingen, die ich mache, fällt es immer hinten runter. Weil es nicht akut ist. Weil es nicht aktuell ist. Weil es eher nice to have ist, worauf ich Lust habe. Aber es schafft es in der Priorität nie ganz nach oben. Damit gehört es zu den Dingen, die ich nicht schaffe, entweder aus Zeitgründen oder noch viel mehr aus Energie und Fokusgründen.

Andere Dinge bekommen mehr Energie und mehr Fokus als die Aktualisierung meiner digitalen Angebote. Was ich schon besser schaffe als letztes Jahr, aber noch nicht so gut, wie ich es schaffen möchte, ist, alle Weiterbildungen und Kurse, die ich mir kaufe oder buche, wirklich zu machen oder zu beenden. Ihr kennt das bestimmt auch. Onlinekurse, die gekauft wurden, oder Materialien, die geholt wurden und dann nicht abgeschlossen oder nicht einmal angefangen werden. Das ist bei mir schon deutlich reduziert. Wenn ich an letztes Jahr denke, bin ich viel besser geworden.

Ich investiere jeden Tag Zeit in Weiterbildung. Letztes Jahr war es immer nur ein Tag in der Woche, jetzt mache ich jeden Tag etwas in diese Richtung. Da bin ich deutlich besser geworden. Es sind Weiterbildungen und Kurse im Business Bereich, damit ich mich dort immer weiterbilde. Aber auch im Kreativbereich, also was Malen und Maltechniken betrifft. Ich mische das immer, damit es spannend bleibt.

Wie gesagt, ich bin besser geworden. Aber ich schaffe es noch nicht, alle Kurse, alle Weiterbildungen, alle Workshops und alles, was ich mir gebucht habe, auch wirklich zeitnah durchzuarbeiten und abzuschließen. Da bin ich noch nicht da, wo ich sein möchte. Aber ich bin besser geworden. Das sehe ich einfach schon einmal als Erfolg. Auch das gehört dazu.

Was mir auch nicht jeden Monat gelingt, ist, genügend Aufgaben für meine Mitarbeiterinnen zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre Stunden voll auslasten können. Sie sind einfach gut und schnell. Manchmal könnten sie sicher noch mehr Aufgaben in einem Monat erledigen. Das bedeutet aber, dass ich diese Aufgaben einbriefen und ausarbeiten muss. Auch das schaffe ich nicht jeden Monat. Ich kann aber nicht fassen, wie schnell so ein Monat rum ist.

Ich schaue hoch und es ist schon wieder die nächste Content Woche. Ich schaue hoch und es ist schon wieder der erste und ich schicke die E-Mail mit den Aufgaben des Monats an meine Mitarbeiterinnen. Dabei fällt mir auf, was ich alles nicht vorbereitet habe, damit sie es in diesem Monat erledigen können. Ich schaffe es nicht immer, genügend Aufgaben bereitzustellen oder einzubriefen, wie ich es machen könnte. Das ist dann jeden Monat ein kleines bisschen verschenktes Potenzial. Damit habe ich aber auch meinen Frieden gemacht.

Etwas, was ich noch nicht geschafft habe, aber als Nächstes in Angriff nehmen werde, ist die Überarbeitung des Artist Business Club. Das ist mein nächstes Projekt für Mai und Juni. Da werde ich das schaffen, das sage ich jetzt hier. Bisher habe ich es aber nicht geschafft, deswegen gehört es in diese Podcastfolge. Es wird einen neuen Onboarding Prozess geben. Es wird ein Upgrade für den Artist Business Club selbst geben.

Es wird optimiertere Prozesse geben und eine neue Community. Da wird viel passieren. Das ist sehr, sehr viel Arbeit, was sicher wieder dazu führt, dass meine Story Highlights weiterhin nicht aktualisiert werden. Aber der Artist Business Club wird ein Upgrade bekommen und eine Aktualisierung. Darauf freue ich mich sehr. Ich werde ganz viel Feedback einfließen lassen, das ich von den Mitgliedern in der Vergangenheit bekommen habe.

So soll daraus ein noch besserer Ort für selbstständige Künstlerinnen werden. Das ist das nächste große Projekt. Ich habe schon ein paar Mal versucht, das in Angriff zu nehmen. Es gehörte aber immer zu den Dingen, die ich dann nicht in dem Umfang geschafft habe, wie ich es wollte. Das ist jetzt das Projekt für den Sommer. Dieses Mal schaffe ich es, das habe ich hiermit offiziell verkündet, und dann wird es verbindlich und passieren.

Trotzdem siehst du, es gibt so viele Sachen, die ich nicht schaffe. Das sind jetzt nur die, die mir spontan eingefallen sind. Ich schaffe es auch nicht immer, im Atelier meine Fenster zu putzen oder aufzuräumen. Hier sieht es manchmal aus wie Sau. Es gibt so viele Dinge, die ich nicht schaffe. Ich finde, das ist normal.

Das ist kein Weltuntergang und ich suggeriere auch nie irgendwo auf Social Media, dass ich alles schaffen würde. Trotzdem wird es sehr viel angenommen. Wenn Menschen sich mit mir vergleichen, höre ich oft Sätze wie: Es ist unglaublich, was du alles schaffst. Ja, ich schaffe auch viel. Ich habe eben keine Verpflichtungen wie Kinder, Haustiere oder Angehörige, die Unterstützung benötigen. Ich habe nur mich.

Ich bin für mich verantwortlich. Deswegen ist es logisch, dass ich andere Dinge schaffe oder manche Sachen vielleicht schneller oder mehr schaffe als Menschen, deren Lebenswirklichkeit eine andere ist. Trotzdem habe ich viel mehr Ideen, als ich schaffen kann. Viel mehr Aufgaben, als ich schaffen kann. Viel mehr To dos, Listen und Dinge, die ich machen könnte, als ich schaffen kann. Es gibt immer etwas, was noch gemacht werden könnte.

Ich schaffe nichts davon vollständig, und das ist ganz normal. Es ist nichts, was ich geheim halte. Trotzdem sieht man auf Social Media natürlich die Dinge, die ich schaffe. Wie soll ich denn die Dinge zeigen, die ich nicht schaffe? Wie soll ich zeigen, dass die Story Highlights nicht aktualisiert wurden? Wie soll ich zeigen, dass ich es nicht geschafft habe, die Masterclass sichtbar zu bauen?

Es ist schwierig, etwas zu zeigen, was nicht da ist. Deswegen gibt es diese Folge. Ich möchte transparent machen, dass ich bei Weitem nicht alles schaffe. Vor allem möchte ich transparent machen, dass das für mich völlig in Ordnung ist. Das war ein großer Lernprozess in der Selbstständigkeit. Ich sehe das als Entwicklung meiner Persönlichkeit.

Heute kann ich akzeptieren, dass ich nicht alles schaffe. Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich und verlange viel von mir. Trotzdem ist es okay, dass ich nicht alles schaffe. Würde ich gerne mehr schaffen? Ja, natürlich. Mehr geht immer.

Aber ich habe keine schlaflosen Nächte mehr, weil ich nicht alles geschafft habe. In den viereinhalb Jahren Selbstständigkeit habe ich gemerkt, dass die Welt nicht untergeht, wenn ich nicht alles schaffe. Ich habe mich eher darauf fokussiert, zu definieren, was unverhandelbar ist. Also die Dinge, bei denen sonst wirklich etwas schiefgeht. Dann sorge ich dafür, dass ich diese Dinge schaffe. Bei den anderen Dingen bin ich nett zu mir und gnädig mit mir.

Das ist nicht immer ideal. Manchmal ist es auch einfach blöd, dass ich etwas nicht schaffe oder nicht in der Zeit schaffe, in der ich es schaffen wollte. Aber es ist menschlich. Manchmal kommt das Leben dazwischen. Manchmal kommt mein Energiehaushalt dazwischen. Manchmal dauern Dinge viel länger oder sind viel komplizierter, als ich es im Vorfeld geahnt habe.

Das passiert mir auch. Das passiert mir jeden Tag. Jeden Tag passiert es, dass ich Dinge nicht schaffe. Das ist okay. Ich hoffe, damit haben wir jetzt mal mit dem Mythos aufgeräumt, ich würde immer alles schaffen. Das Gegenteil ist der Fall.

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