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Mehr InformationenWie in der letzten Podcastfolge angekündigt, geht es heute um die weniger guten Ideen, die ich in meiner Selbstständigkeit bisher hatte. Sagen wir: die schlechten Ideen. Ich möchte dazu sagen, dass das Wort „schlecht“ bei schlechte Ideen in dicken Anführungszeichen steht. Natürlich waren das nicht alles wirklich schlechte Ideen. Es waren eher Ideen, die gewisse Herausforderungen mit sich gebracht haben, mit denen ich vorher nicht gerechnet habe.
Das trifft es, glaube ich, am ehesten. Damit kommen sie am nächsten an das heran, was vielleicht als schlechte Idee bezeichnet werden könnte. Sagen wir, es waren nicht ganz zu Ende gedachte Ideen. Nachdem ich in der letzten Folge über meine guten Ideen gesprochen und davon geschwärmt habe, sollen nun auch die weniger guten oder nicht zu Ende gedachten Ideen ihren Platz bekommen. Fangen wir an.
Die erste nicht immer vorteilhafte Idee ist, dass ich mein Business so aufgebaut habe, dass ich montags und freitags frei mache. Nicht am Wochenende. Ich arbeite samstags und sonntags ganz normal und mache montags und freitags frei. Diese Idee hatte ich, weil ich schon immer gerne sonntags arbeite. Sonntags kann man keine Besorgungen machen, Geschäfte haben ohnehin zu und samstags und sonntags sind alle Orte voller, an die man gehen könnte.
Egal ob Museum, Schwimmbad, Ikea oder sonst etwas, alles ist samstags und sonntags voller als an anderen Tagen. Weil ich es mir völlig frei einteilen kann, habe ich mich für Montag und Freitag als freie Tage entschieden. Dazu kommt, dass einige Künstlerinnen, mit denen ich arbeite, samstags oder sonntags besser können, wenn es um Einzeltermine mit mir geht. Manche Künstlerinnen sind also froh darüber, dass sie mit mir Termine an einem Samstag oder Sonntag haben können. Für sie passt das besser in ihren Alltag.
Aus diesen Gründen habe ich entschieden, dass ich montags und freitags frei mache statt am Wochenende. Was daran die schlechte Idee war? Ich habe nicht bedacht, dass ich ein soziales Umfeld habe. Freunde und Familie haben klassisch am Wochenende frei. Obwohl mir auf einen Schlag Tausende Berufe einfallen, die nicht am Wochenende frei haben, scheint es in meinem Umfeld immer noch das gängigste Modell zu sein. Schichtdienst, Gastronomie und vieles mehr fallen zwar raus, aber trotzdem bleibt das Wochenende der bevorzugte Zeitraum.
Das führt dazu, dass Verabredungen, Reisen und Besuche von 99 Prozent der Menschen in meinem Umfeld bevorzugt am Wochenende stattfinden sollen. Für mich als Selbstständige mit absoluter Flexibilität bedeutet das, dass ich permanent meine Woche umschmeißen muss. Menschen möchten, dass ich am Wochenende zu Besuch komme oder sie mich am Wochenende besuchen können. Natürlich möchte ich all diese lieben Menschen unbedingt sehen. Also versuche ich, es möglich zu machen, doch am Wochenende wenigstens weitestgehend frei zu haben. Das bedeutet aber permanent ein Durcheinander in meinem Kalender.
Wenn ich alleine auf der Welt wäre, würde ich gerne am Wochenende arbeiten und montags und freitags freihaben. Das ist aber nicht immer kompatibel. Es stellt mich immer wieder vor Herausforderungen, weil ich offensichtlich etwas anders mache als die meisten anderen Menschen. Ich habe ehrlich unterschätzt, welche Ausmaße das hat. Manchmal ist es wirklich nervig. Dann denke ich mir, vielleicht war es doch eher eine schlechte Idee, es so anders zu machen.
Trotzdem halte ich daran fest. Es ist nach wie vor so, dass ich montags und freitags frei mache und an den anderen fünf Tagen der Woche arbeite. Ich kriege es nur nicht so konsequent durchgezogen, wie ich es gerne machen würde. Aus den genannten Gründen. Deshalb denke ich an manchen Tagen, dass es vielleicht eine schlechte Idee war.
Eine andere schlechte Idee, die ich hatte, würde ich wirklich als schlechte Idee bezeichnen. Sie hatte einen kleinen positiven Aspekt, den ich gleich benenne, aber grundsätzlich war es eine schlechte Idee. Zu Beginn meiner Selbstständigkeit habe ich versucht, selbst eine Website zu bauen. Es hat sich herausgestellt, dass das definitiv kein Talent von mir ist. Mir fehlen alle Fähigkeiten, die es braucht, um eine Website zu bauen. Ich weiß nicht, ob es ein Fluch ist, aber das ist wirklich nicht mein Ding.
Ich habe es trotzdem versucht. Ich habe extrem viel Zeit verbrannt, ich kann gar nicht sagen, wie viele Wochen meines Lebens. Auch Geld habe ich verbrannt, anders kann man es nicht sagen. Ich habe versucht, selbst eine Website zu bauen, und das war eine schlechte Idee. Der einzige positive Aspekt daran war, dass ich dadurch gemerkt habe, was ich von einer Website möchte. Das hätte ich vor diesem zum Scheitern verurteilten Projekt wahrscheinlich nicht sagen können.
Als ich dann nach zwei Jahren jemanden beauftragt habe, meine Website zu bauen, konnte ich ziemlich spezifisch sagen, was diese Website leisten muss. Das hätte ich am Anfang nicht gekonnt, wenn ich nicht versucht hätte, selbst eine Website zu bauen. Das ist aber wirklich der einzige positive Aspekt daran. Ansonsten war es durchweg eine schlechte Idee, weil es einfach nichts ist, was ich kann. Das ist auch okay. Damit habe ich meinen Frieden gemacht.
Jetzt kommt etwas, das vielleicht überraschend ist. Dieser Podcast war eine schlechte Idee. Wie gesagt, schlechte Idee steht in dicken Anführungszeichen. Es war eine Idee, die Herausforderungen mit sich bringt, mit denen ich nicht gerechnet habe oder die ich unterschätzt habe. Vor allem geht es um die zeitliche Komponente. Keine meiner Marketingaktivitäten ist so aufwendig wie dieser Podcast.
Ich kann das natürlich nicht beschleunigen. Ich kann nicht schneller darin werden, eine Podcastfolge aufzunehmen. Es dauert so lange, wie die Folge eben dauert. Das heißt, es ist zeitintensiv. Ich muss mir überlegen, wozu ich Folgen mache, ich muss sie grob planen und dann aufnehmen. Ich schneide sie nicht einmal selbst und lade sie auch nicht selbst hoch.
Trotzdem ist dieser Podcast das Zeitintensivste, was ich in meinem Marketing habe. Gleichzeitig hat er vergleichsweise wenig Reichweite. Der Podcast hat weniger Abonnentinnen als mein Newsletter und ich erreiche mit einer Podcastfolge weniger Menschen als mit einem Instagram Post. Aber die Menschen, die ich hier erreiche und die Rückmeldung zu diesem Podcast geben, sind die Menschen, mit denen ich arbeiten möchte. Es sind die Menschen, die von meiner Arbeit am meisten profitieren. Deshalb gibt es diesen Podcast noch.
Ich habe das Gefühl, dass dieser Podcast ein sehr guter Kanal ist, um eine echte Verbindung aufzubauen. Er ermöglicht Menschen, mich auf eine Art kennenzulernen, wie es auf anderen Kanälen gar nicht möglich ist. Deshalb habe ich diesen Podcast. Obwohl er mich sehr viel Zeit kostet und mir absolut kein Geld bringt. Er bringt mir etwas anderes. Er bringt mir eine Art von Verbindung, die ich über keinen anderen Kanal hinbekomme.
Trotzdem frage ich mich manchmal, ob er eine schlechte Idee war, weil er so viel Zeit kostet und wirklich aufwendig ist. Da bin ich ambivalent. An manchen Tagen denke ich, meine Güte, das war wirklich nicht eine meiner besten Ideen. Dann bekomme ich Rückmeldungen zu den Podcastfolgen, entweder in Form von Kommentaren, E-Mails oder Nachrichten auf Instagram. Dann wird mir wieder bewusst, dass diese Folgen nicht im Nirgendwo verschwinden. Es fühlt sich manchmal so an, weil ich hier alleine sitze, spreche und niemand direkt zuhört.
Wenn ich Rückmeldungen bekomme, wird mir klar, dass Menschen sich das tatsächlich anhören. Ich erreiche durchaus Menschen damit. Beim Podcast ist das nur sehr indirekt. Es ist wenig messbar oder nachvollziehbar für mich, weil es in dem Moment, in dem Leute die Folge hören, wenig Rückmeldungen gibt. Wenn du also die Muße hast, mir nach einer Folge zu schreiben, sei dir sicher, dass es mir sehr viel bedeutet. Es gibt eben Tage, an denen ich denke, das war eine schlechte Idee.
Du darfst mir also gerne sagen, ob du findest, dass es eigentlich eine gute Idee war. Vielleicht muss ich das noch ein paar Mal hören, um davon abzurücken, dass es eine schlechte Idee war. Eine weitere Idee, die nicht zu Ende gedacht war, ist meine Regel, immer innerhalb von 48 Stunden auf E-Mails zu antworten. Das betrifft vor allem die E-Mails, die ich im Rahmen der 1:1 Mentorings in der E-Mail-Begleitung bekomme. Die Menschen, die mit mir mehrere Monate 1:1 zusammenarbeiten, können mir zwischen den Einzelterminen per E-Mail Fragen stellen oder Feedback zu Dingen einholen. Diese E-Mail-Begleitung ist sehr intensiv.
Es gibt Menschen, die schicken mir zehn E-Mails am Tag, und das ist völlig okay. Es gibt kein Limit. Man kann nicht alles fragen, weil ich möchte, dass die Künstlerinnen auch im Alltag alles aus dieser Zusammenarbeit für sich herausholen können. Jeder kleine Zweifel und jede kleine Frage darf bei mir landen. Dadurch, dass ich aber gesagt habe, dass ich immer innerhalb von 48 Stunden antworte, habe ich mir selbst die Möglichkeit genommen, spontan drei Tage freizumachen. Ich muss zumindest in mein E-Mail-Postfach schauen.
Ihr wisst alle, was passiert, wenn man in sein E-Mail-Postfach guckt. Da fühlt man alle Gefühle, die man fühlen kann. Dort sind gute Nachrichten, schlechte Nachrichten, Dramen, Anfragen und einfach alles. Es ist immer ein Auf und Ab der Gefühle, in sein E-Mail-Postfach zu schauen, bei mir auf jeden Fall. Deswegen frage ich mich manchmal, ob es eine schlechte Idee war, die E-Mail-Begleitung so aufzubauen. Denn 48 Stunden sind eine hohe Verbindlichkeit.
Es ist keine lange Zeit. Es bedeutet eben, dass ich nicht spontan drei Tage am Stück freimachen kann. Es hat sogar dazu geführt, dass ich die gesamten ersten vier Jahre meiner Selbstständigkeit nie am Stück frei gemacht habe. Auch im Urlaub habe ich immer wenigstens in meine E-Mails geschaut, um diese 48 Stunden einzuhalten. Die erste Ausnahme war im September 2025, als ich für drei Wochen in meine Flitterwochen gefahren bin. Das war das erste Mal seit Beginn meiner Selbstständigkeit, dass ich richtig frei gemacht habe.
Richtig frei hieß: nicht in mein E-Mail-Postfach schauen. Das hatte zur Konsequenz, dass ich die gesamte Zeit davor, also das ganze Jahr 2025 bis zum Zeitpunkt dieser Reise, alle 1:1 Begleitungen habe auslaufen lassen. Dadurch habe ich ungefähr 25.000 Euro weniger Umsatz gemacht, als ich hätte machen können. Das ist ein großes Opfer dafür, drei Wochen nicht in seine E-Mails schauen zu müssen. Deswegen denke ich manchmal, dass dieses „Ich antworte innerhalb von 48 Stunden“ eine schlechte Idee war. Zumindest bringt es deutlich größere Konsequenzen mit sich, als ich am Anfang bedacht habe.
Eine andere Idee, die auch nicht brillant war, für die ich aber noch keine bessere habe, ist die sogenannte Content-Woche. In der letzten Woche des Monats erstelle ich in einer idealen Welt den gesamten Content für den nächsten Monat. Das sind die Contentpläne für den Artist Business Club, meine Newsletter, Blogartikel, Podcastfolgen und extrem viele Instagram Posts. All diese Inhalte entstehen idealerweise in dieser Content-Woche Ende des Monats. Das ist sehr, sehr viel. Und ich habe es noch nie geschafft.
Ich habe noch nie geschafft, in dieser Content-Woche alle Inhalte zu erstellen. Deshalb habe ich mich natürlich ein paar Mal gefragt, ob das vielleicht eine schlechte Idee war. Vielleicht ist diese Content-Woche zu ambitioniert. Gleichzeitig habe ich keine andere Idee. Ich habe keine Lust, jeden Tag Content zu machen. Ich habe auch nicht die Zeit und die Energie dafür. Ich möchte das am Stück machen.
Die Dinge, die ich in dieser Content-Woche schaffe, sind fantastisch. Newsletter schaffe ich fast immer, und das ist super. Den Rest des Monats muss ich mich nicht um Newsletter kümmern. Meine Mitarbeiterinnen kümmern sich darum, den Content, den ich in dieser Woche erstellt habe, zu veröffentlichen. Sie planen Newsletter vor, veröffentlichen Blogartikel auf dem Blog, schneiden und laden Podcastfolgen hoch. Sie machen Instagram Posts hübsch und planen sie in der Meta Business Suite vor.
Das machen andere Menschen. Aber ich schreibe diesen Content. Ich muss ihn produzieren. Er muss aus meinem Gehirn herauskommen. Das schaffe ich nicht immer. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen.
Zu dieser Content-Woche gehört nämlich auch, dass meine Mitarbeiterinnen theoretisch am ersten des Monats alles haben sollten, um damit arbeiten zu können. Wenn ich das in dieser Content-Woche nicht schaffe, fühle ich mich schlecht. Sie haben dann nicht alles, was sie brauchen, um ihre Arbeit zu machen. Dann geißele ich mich selbst, weil ich es wieder nicht geschafft habe. Dann denke ich, diese Content-Woche ist vielleicht eine schlechte Idee. Ich habe aber keine andere.
Weil andere Menschen davon abhängen, dass ich zuliefere, halte ich daran fest. In manchen Monaten bin ich mit dieser Content-Woche schon richtig, richtig gut. Die Zeiträume nach einer gut geschafften Content-Woche sind die besten. Da schaffe ich am meisten andere Dinge und mache am meisten Umsatz, weil ich das Thema Content aus meinem Kopf habe. Die Monate, in denen ich es nicht geschafft habe, diese Content-Woche gut zu nutzen, sind herausfordernde Monate. Ich bin also ambivalent.
Manchmal denke ich wirklich, dass die Content-Woche eine schlechte Idee ist. Aber ich habe keine bessere. Deswegen mache ich es weiter so, weil es von allen Varianten, die ich bisher probiert habe, immer noch die beste Idee war. Perfekt ist es nicht. Perfekt bin ich nicht. Ich glaube, ich mache noch einmal eine ganze Podcastfolge zu den Dingen, die ich sonst nicht schaffe.
Ich weiß, dass alle immer überrascht davon sind, was ich alles nicht schaffe. Es ist so viel mehr, als ihr denkt. Die Content-Woche gehört auf jeden Fall zu den Sachen, die ich noch nie komplett geschafft habe. Deshalb denke ich manchmal, vielleicht war sie eine schlechte Idee. Aber sie ist immer noch die beste schlechte Idee, die ich in diesem Bereich habe. Das muss manchmal reichen.
Last but not least: Eine schlechte Idee war der Artist Business Club. Der Artist Business Club ist mein bestes Angebot. Es ist das Angebot, das die meisten Künstlerinnen wahrnehmen, die irgendwann mit mir arbeiten. Manche sind ein oder zwei Monate drin. Es gibt aber auch Menschen, die seit zwei Jahren oder zweieinhalb Jahren dabei sind. Trotzdem weiß ich heute, dass manches daran eine schlechte Idee war.
Es ist für mich unfassbar schwer, den Artist Business Club zu positionieren. Wenn ein Angebot nicht klar positioniert werden kann, ist es extrem schwer, dieses Angebot zu verkaufen. Der Artist Business Club hat das Prinzip, dass es jeden Monat eine Live Masterclass zu einem Business- oder Marketingthema gibt. Dazu gibt es ein Live Q&A, in dem man mir alle Fragen stellen kann. Fragen zum eigenen Kunstbusiness, zu Marketing, Instagram, Newslettern und allem anderen. Nicht nur zu den Inhalten aus der Masterclass.
Zusätzlich gibt es wöchentliche Contentpläne, damit man weiß, was man posten soll, damit es auch Umsatz bringt. Also wirklich Content, der für Marketingzwecke geeignet ist. So ist der Artist Business Club aufgebaut. Nach einer Weile hat sich herausgestellt, dass das eine schlechte Idee war. Durch die Vielfalt der Themen in den Masterclasses weiß ich nicht genau, wie ich es positionieren soll. Die Masterclasses sind alle top.
Ich könnte jede dieser Masterclasses einzeln verkaufen. Ich würde sagen, jede Masterclass wäre 160 bis 250 Euro wert. Das könnte ich einzeln verkaufen, gar kein Problem. Stattdessen habe ich sie alle in den Artist Business Club gepackt, der 69 Euro im Monat kostet. Das heißt, man kann sich für einen Monat anmelden und sich, ich glaube, mittlerweile ungefähr 30 Masterclasses anschauen. Für 69 Euro bekommt man Inhalte, die Tausende Euro wert sind.
Weil die Masterclasses aber alle so unterschiedlich sind, ist es schwer, das Angebot zu positionieren. Es gibt Masterclasses zu Newslettern, Instagram Wachstum, Launchen, passivem Einkommen und ManyChat Funnels. Es gibt auch Masterclasses zu Entscheidungen treffen, Jahresplanung, Contentstrategien, Zielgruppe ausarbeiten und Produkttreppe. Es sind so unterschiedliche Themen, weil Selbstständigkeit vielfältig ist. Business ist vielfältig. Alles, wozu ich Wissen habe, möchte ich dort reinpacken.
Die Idee war immer, dass Künstlerinnen reingehen und sich einfach nehmen können, was sie brauchen. Ich glaube auch an dieses Konzept. Aber aus Marketingsicht war das eine schlechte Idee. Ich kann nicht klar sagen, was man im Artist Business Club bekommt, weil man alles bekommt. Gleichzeitig tue ich mich schwer damit zu sagen, dass es das einzige Angebot ist, das du für dein Kunstbusiness brauchst. Das ist nicht die Wahrheit.
Manchmal denke ich, dass dieses Konzept eine schlechte Idee war, weil es eine große Herausforderung im Marketing mit sich bringt. Es macht das Angebot wirklich schwer zu vermarkten. Es wäre leichter, wenn ich eine sehr spezifische Transformation hätte oder ein sehr spezifisches Ergebnis, das mit einem Onlinekurs erreicht wird. Oder ein ganz spezifisches Thema, nach dem Menschen suchen. So ist es natürlich für viele passend, aber es sind auch immer Themen dabei, die für einzelne Personen nicht relevant sind. Das macht es schwierig, ein klares Marketing aufzubauen.
Es ist schwierig, ein Marketing aufzubauen, das beantwortet: Für wen ist es und für wen ist es nicht? Genau das ist aber entscheidend im Marketing. So komme ich zu der Aussage, dass der Artist Business Club eine schlechte Idee war. Gleichzeitig ist es mein bestes Angebot und ich ändere nichts daran. Es bringt aber Herausforderungen mit sich, die ich unterschätzt habe oder nicht auf dem Schirm hatte. Ich hatte es eben für eine gute Idee gehalten.
So ist es manchmal mit Ideen. Vermeintlich gute Ideen erweisen sich als sehr herausfordernd. Aber eines ist mir ganz wichtig: Alle schlechten Ideen, die ich hatte, schlechte Ideen in Anführungszeichen, haben ganz viele positive Aspekte. Ich würde keine davon bereuen oder zurücknehmen wollen. Ich habe von jeder dieser Ideen profitiert. Ich habe von jeder dieser Ideen etwas gelernt und etwas mitgenommen.
Manche Sachen habe ich angepasst. Manche Sachen behalte ich aktuell noch so bei, weil mir eine bessere Idee fehlt. Aber jede schlechte Idee hat ihre Daseinsberechtigung. Keine davon wird von mir verteufelt. Ich bin einfach dankbar dafür, dass ich so viele Ideen habe. Ob sie gut oder schlecht sind, ist mir mittlerweile fast egal.
Ich bin dankbar für Ideen. Sie bedeuten, dass ich vorwärtskomme. Sie bedeuten, dass ich noch etwas zu geben habe. Dass da noch etwas in mir steckt. Dass aus Kunst und Brot noch ganz viel kommen wird, womit wir vielleicht alle noch nicht rechnen. Sicher wird auch die eine oder andere schlechte Idee dabei sein.
Aber Hauptsache, es gibt Ideen. Für mich ist das immer ein Zeichen dafür, dass da noch ein Puls ist. Wenn es Ideen gibt, geht es auch weiter.



