Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenJede Person, die selbstständig ist, hat das schon einmal erlebt, da bin ich mir ganz sicher. Trotzdem wird irgendwie wenig darüber gesprochen. Deswegen heißt diese Folge: Die mit den Bauchschmerzen. Ich meine wirklich ganz physische Bauchschmerzen. Es gibt Momente im Leben, da bekomme ich auf einen Schlag so einen Knoten im Bauch, ein Ziehen im Bauch, richtige Bauchschmerzen. Bei mir passiert das zum Beispiel, wenn ich im Flugzeug sitze, weil ich nicht gerne fliege und ein bisschen Flugangst habe, vielleicht auch ein bisschen mehr.
Da gibt es so einen ganz bestimmten Knoten in meinem Bauch, den ich dann bekomme. Es ist mit der Zeit schon besser geworden, aber er ist immer noch da. Seit ich selbstständig bin, kenne ich diese Bauchschmerzen aber noch einmal viel stärker und auf eine ganz andere Art. Sie kommen immer ganz überraschend in bestimmten Momenten. Meistens passiert das völlig unwillkürlich. Vor allem dann, wenn ich bestimmte Nachrichten oder E-Mails bekomme.
Fast alle Nachrichten und E-Mails, die ich bekomme, sind freundlich. Trotzdem gibt es Nachrichten, die mich an dem zweifeln lassen, was ich mache. Unabsichtlich natürlich, wirklich unabsichtlich. Auch wenn ich schon in der nächsten Minute reflektieren kann, was ich da gerade gelesen habe. Auch wenn ich es rationalisieren und mir sagen kann: Hey, das gehört dazu, lass es nicht so nah an dich ran. Im allerersten Moment ist da einfach dieser Bauchschmerz, dieses Ziehen im Bauch, dieser Knoten im Magen.
Das Verrückte ist: Egal wie oft ich solche Nachrichten, E-Mails oder Feedback bekomme, ich werde da nicht abgebrühter. Jedes Mal trifft es mich ganz kurz. Neulich habe ich eine E-Mail von einem Mitglied im Artist Business Club bekommen. Ich hatte mich sehr gefreut, dass sich diese Person angemeldet hatte. Dann bekam ich eine E-Mail, dass sie sich abmelden möchte, was natürlich vollkommen in Ordnung ist. Trotzdem hat mich diese E-Mail länger beschäftigt.
Früher haben mir Abmeldungen vom Artist Business Club mehr Bauchschmerzen gemacht. Auch wenn es zu 1000 Prozent okay ist, dass sich Leute abmelden. Das gehört dazu und ist genau so gedacht. Darum geht es gar nicht. Trotzdem gab es diesen Moment einer Abmeldung, vor allem in den ersten Monaten des Artist Business Club. Damals hat mich das richtig getroffen, nicht riesig, aber dieses kurze Ziehen im Bauch war da.
Heute ist das nicht mehr ganz so doll. Natürlich freue ich mich über Anmeldungen mehr als über Abmeldungen. Aber ich will ja, dass Menschen kommen und gehen können, wie sie möchten. Das ist genauso gedacht. Es geht eher um eine andere Ebene. Eine Ebene, die gar nicht rational ist.
In diesem Fall bin ich auf das Thema mit den Bauchschmerzen gekommen, weil die Person sich abgemeldet hat, da sie in einem anderen Programm ist, das fortgeschrittener ist. Dieses Wort „fortgeschrittener“ hat mich getroffen. Ich wünsche mir und glaube auch, dass der Artist Business Club als fortgeschritten wahrgenommen wird. Ich glaube, dass er das ist. Aber offensichtlich schaffe ich es noch nicht, dass er auch so wahrgenommen wird. Hier kommt die Absurdität: Andere Menschen melden sich vom Artist Business Club ab mit der Begründung, dass er zu fortgeschritten ist.
Das heißt, ich bekomme beides gespiegelt. Nicht fortgeschritten genug und zu fortgeschritten. Dann kommen diese Bauchschmerzen, weil das so eine unwillkürliche Reaktion ist. Ich fange an, mein ganzes Angebot, das Konzept und die Positionierung zu hinterfragen. Das ist natürlich Quatsch. Auf der rationalen Ebene kann ich das zu 1000 Prozent einordnen.
Hunderte Künstlerinnen sind glücklich mit dem Artist Business Club. Sie sind in den Masterclasses, geben mir tolles Feedback und sind dort aktiv. Trotzdem schafft es ein Satz, eine E-Mail, die genau in meine Zweifel trifft, dass ich Bauchschmerzen bekomme. Nur kurz. Ich kann das dann loslassen und einordnen. Aber es gibt manchmal Nachrichten, die mich kurz treffen.
Da bekomme ich kurz dieses Ziehen im Bauch. Da bekomme ich kurz Bauchschmerzen. Ich habe beobachtet, dass das vor allem bei Nachrichten passiert, die meine Angebote betreffen. Wenn es Sachen zu mir als Person sind, also zum Beispiel, dass meine Klamotten doof aussehen oder so, ist mir das so egal. Aber wenn es um etwas geht, das ich erschaffen habe, ist es anders. Dabei ist ganz egal, ob es ein bezahltes Angebot oder ein Gratisangebot ist.
Dann kommen diese Bauchschmerzen. Neulich hat mir jemand geschrieben, dass sie ChatGPT gefragt hat oder dass sie mein Freebie ChatGPT gegeben hat. Dann hat ChatGPT irgendetwas dazu gesagt und sie hat mir Screenshots davon geschickt. Ich weiß gar nicht mehr genau, was es war. Ich hatte aber gar nicht um dieses Feedback gebeten. Außerdem ist es mir völlig egal, was irgendeine KI dazu ausspuckt.
Trotzdem war es etwas, das ich mir überlegt habe. Es war etwas, das ich erschaffen habe, das ich zur Verfügung stelle und woran ich glaube. Dann kommt eben kurz dieser kleine Stich im Bauch. Dieses kleine Ziehen. Der Zweifel klopft kurz an. Auch wenn ich ihn direkt wieder in die Schranken weisen kann, merke ich: Je mehr mir etwas am Herzen liegt, desto schneller kommen diese Bauchschmerzen.
Das gilt auch für Zweifel, egal wie sehr ich das danach wieder einfangen kann. Diese erste initiale Reaktion ist stärker, je nachdem, wie sehr mir die Sache am Herzen liegt. Beim Artist Business Club ist es besonders stark, weil er mir so am Herzen liegt. Ich investiere dort super viel hinein: viel Zeit, viel Energie, viel Wissen, viel Leidenschaft. Ich glaube wirklich mega daran. Ich glaube wirklich, wenn du den Artist Business Club hast, brauchst du erst einmal kein anderes Angebot, um online zu verkaufen, weil da alles drin ist.
Da sind über 24 Masterclasses drin. Alles, was gebraucht wird, um Verkaufen zu verstehen, Online Marketing zu lernen und Prozesse aufzubauen. Von Instagram über Pinterest, Blog, Website und Offline-Verkaufsgespräche bis zu Positionierung, Content und Sichtbarkeit. Das Feedback, das ich bekomme, bestätigt das. Manchmal sagen Leute zu mir, dass das, was ich in einer Masterclass zeige, Coaches woanders für Tausende von Euro verkaufen. Bei mir bekommt man das für 49 Euro im Monat.
Deswegen geht es gar nicht darum, dass ich auf einer rationalen Ebene irgendetwas anzweifle. Es ist immer dieser erste Impuls. Ich erzähle das so offen, auch wenn es mir nicht leichtfällt, das zuzugeben. Ich glaube, dass wir in der Selbstständigkeit und gerade auf Instagram, wo wir oft Highlights teilen, diese Momente der Unsicherheit verschweigen. Diese kleinen Bauchschmerzen, die nicht verschwinden, auch wenn wir schon viel Erfahrung haben. Ich glaube, es geht auch gar nicht darum, sie komplett loszuwerden.
Vielleicht geht es eher darum, zu lernen, damit umzugehen und sie zu verstehen. Vielleicht geht es darum, zu wissen: Okay, da ist jetzt gerade wieder dieser Knoten im Bauch. Ich kann ihn auflösen. Er entscheidet nicht darüber, wie ich als Nächstes handle. Ich gehe trotzdem in eine rationale Ebene. Ich kann das einordnen, reflektieren und auch als wertvoll wertschätzen.
Gleichzeitig ist es ein Zeichen dafür, dass mir mein Business, meine Angebote und meine Community wirklich wichtig sind. Wenn mir das alles egal wäre, gäbe es diese Bauchschmerzen nicht. Die Bauchschmerzen sind für mich eher ein Indikator dafür, dass es mir nicht egal ist. Sie zeigen, dass ich es richtig, richtig gut machen will. Weniger erwarte ich auch nicht von mir. Von daher ist es schon okay und trotzdem herausfordernd.
Es kann immer beides sein. Feedback kann für mich super wertvoll und total hilfreich sein und ich nehme es sehr dankbar an. Trotzdem kann es mir kurz Bauchschmerzen machen. Eine Rückmeldung kann mich total weiterbringen und trotzdem kann ich kurz ein Ziehen im Bauch haben. Eine Abmeldung vom Artist Business Club ist total okay und genauso gedacht. Ich wollte genau das, dass Menschen kommen und gehen können, wie sie möchten.
Das entspricht zu 100 Prozent meinen Werten und genau deswegen habe ich das Angebot so gemacht, wie es ist. Trotzdem macht es mir kurz Bauchschmerzen, wenn ich den Sticky Note mit dem Namen der Person von der Wand abnehme. Alle Mitglieder im Artist Business Club hängen bei mir mit einem eigenen Klebezettelchen an einer Wand. Natürlich zieht es kurz, wenn ich den Namen wegmache. Gleichzeitig ist da auch die Freude, wenn ich ihn wieder hinhängen kann, weil die Person zurückgekommen ist. Oder wenn ich den Namen einer neuen Person hinhängen kann, weil sie sich angemeldet hat.
Es ist immer alles da. Nichts davon ist gut oder schlecht. Es geht gar nicht um eine Bewertung oder darum, etwas wegzukriegen. Aber es ist ein spannendes Phänomen, das ich bei mir beobachtet habe. Das mit den Bauchschmerzen geht bei Dingen, die mich beschäftigen, nicht einfach weg. Das gilt auch, wenn Leute mich kopieren.
Und es passiert. Leute kopieren meine Newsletter, Leute kopieren meine Instagram Posts, teilweise kopieren Leute meine Angebote. Dann sagen manchmal Freunde zu mir, das sei ja die höchste Form der Anerkennung, wenn Leute mich kopieren. Trotzdem ist das doof. Ich glaube, gerade in der Kreativbranche verstehen Menschen, wie blöd das ist, wenn Ideen, die entwickelt wurden, kopiert werden. Dann ist da kurz ein Bauchschmerz.
Dann ist es auch okay. Es hat keinen Einfluss auf mich, auf meine Arbeit, auf meine Community oder auf das, was ich mache, wenn mich jemand kopiert. Obwohl es egal ist, ist es auch okay, dass es kurz in meinem Bauch zieht, wenn das passiert. Das ist generell etwas, das mir in der Selbstständigkeit sehr geholfen hat. Ich sage ja immer, Selbstständigkeit ist die höchste Form der Persönlichkeitsentwicklung. Auch in meinem Leben generell hat mir dieses „Es darf beides sein“ sehr geholfen.
Also statt zu sagen: „Ich habe Bauchschmerzen, aber es ist schon okay“, kann ich sagen: „Ich habe dabei Bauchschmerzen und es ist völlig okay.“ Weil es beides sein kann. Man kann enttäuscht über etwas sein und es trotzdem in Ordnung finden. Das eine schließt das andere nicht aus. Man kann traurig sein und gleichzeitig dankbar. Es gibt nicht nur glücklich und unglücklich, zufrieden und unzufrieden.
Es gibt nicht nur diese Pole. Das ist eine große Erkenntnis für mich, weil ich ein Mensch bin, der sehr in Extremen lebt und viel schwarz weiß denkt. Zu erlauben, dass Gefühle und Gedanken gleichzeitig existieren können, obwohl sie sich vielleicht oberflächlich widersprechen, hat mir sehr geholfen. Es nimmt Druck heraus. Ich kann traurig darüber sein, dass sich jemand beim Artist Business Club abmeldet. Ich kann kurz Bauchschmerzen haben und gleichzeitig dankbar sein.
Dankbar dafür, dass ich ein Angebot geschaffen habe, bei dem Menschen sich nehmen können, was sie gerade brauchen. Ein Angebot, bei dem sie kommen und gehen können, wie sie möchten. Das entspricht meinen Werten. Ich bin froh, dass ich in meiner Selbstständigkeit jeden Tag meine Werte lebe. Es kann beides sein. Nur weil ich traurig darüber bin, dass sich jemand abmeldet, bedeutet das nicht, dass ich etwas falsch gemacht habe.
Es bedeutet auch nicht, dass das Angebot überarbeitet werden muss. Nein, es ist einfach ein Teil davon und es ist völlig okay. Das war für mich wirklich ein großer Schritt und hilft mir jeden Tag. Dieser Gedanke, dass sowohl das eine als auch das andere sein darf. Ich kann traurig über etwas sein und gleichzeitig dankbar dafür. Das nimmt sehr viel davon heraus, dass mich etwas runterzieht, negativ beschäftigt oder blockiert.
Ich kann sagen, es darf das sein und gleichzeitig das. Beides ist okay. Es kann koexistieren. Ich kann mehrere Gefühle gleichzeitig fühlen. Ich kann mehrere Gedanken gleichzeitig haben. Ich kann mich im ersten Moment so fühlen und eine Minute später, wenn ich es eingeordnet habe, ganz anders.
Das hilft mir sehr, alles nicht so extrem zu sehen. Nicht so endgültig. Nicht so absolut. Es nimmt mir viel Druck. Vielleicht hilft dir das auch. Vielleicht fragst du dich manchmal, ob du die Einzige bist, die mit Bauchschmerzen reagiert, wenn eine bestimmte Nachricht kommt, eine E-Mail, etwas passiert oder du kopiert wirst.
Du bist damit auf gar keinen Fall alleine. Auch nach Jahren der Selbstständigkeit. Auch nach Hunderten Künstlerinnen und Kundinnen, mit denen ich gearbeitet habe. Auch nach wirklich großartigem Feedback, das ich fast jeden Tag bekomme und für das ich unendlich dankbar bin. Es gibt sie noch, diese kleinen Bauchschmerzen. Vermutlich bleiben sie auch einfach.
Sie sind kein Zeichen von Schwäche. Sie bedeuten nicht, dass etwas geändert werden muss oder dass ich an mir arbeiten muss. Sie sind einfach ein Zeichen davon, dass ich eine enge Verbindung zu meiner Community habe. Dass mir wichtig ist, was sie denken. Sie sind ein Zeichen dafür, wie leidenschaftlich ich bei Kunst und Brot dabei bin. Sie zeigen, wie viel Herzblut ich in meine Angebote stecke.
Deswegen ist es in Ordnung, dass sie da sind. Es ist in Ordnung, dass sie mich manchmal nerven. Gleichzeitig bin ich dankbar für jedes Feedback und jede Rückmeldung, die ich bekomme, auch wenn es manchmal unbequem ist. Ich freue mich sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, mir zuzuhören. Ich hoffe, du hast noch einen fantastischen Tag, an dem mehrere Gefühle einfach gleichzeitig existieren dürfen. Weil sie sich nicht immer ausschließen, auch wenn wir das im ersten Moment vielleicht denken. Vielleicht kann einfach ganz viel da sein und es muss gar nicht so sehr bewertet werden.



